Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder Bilanzierung ?

Je nach Rechtsform und Größe eines Unternehmens, gibt es grundsätzlich zwei unterschiedliche Arten der Gewinnermittlung:



1) Einnahmen-Überschuss-Rechnung


Hierbei werden von allen Einnahmen einer Periode alle Ausgaben abgezogen. Als Saldo verbleibt entsprechend ein Gewinn oder Verlust, der nach steuerlichen Korrekturen als Bemessungsgrundlage für die Besteuerung dient.
Bei dieser Methode kommt es für die Berücksichtigung der Erträge und Aufwendungen regelmäßig auf den Zahlungszeitpunkt an.



2) Bilanzierung


Bei dieser Methode wird aufgrund eines Vermögensvergleichs das Ergebnis einer Periode ermittelt. Es wird das Anfangsvermögen vom Vermögen zum Ende der Periode abgezogen.

Der Saldo stellt bei einer Vermögensmehrung den Gewinn bzw. bei einer Vermögensminderung den Verlust der betrachteten Periode dar.


Für die Berücksichtigung der Erträge und Aufwendungen ist regelmäßig die wirtschaftliche Verursachung relevant. So werden beispielsweise Forderungen bereits als Ertrag verbucht, auch wenn ein Kunde die Rechnung noch nicht ausgeglichen hat. Analog werden Verbindlichkeiten in dem Jahr ergebniswirksam verbucht, in dem die Verursachung liegt.

Da bei der Bilanzierung stets die wirtschaftliche Verursachung unabhängig von der tatsächlichen Zahlung zu Grunde gelegt wird, ist dieser Gewinnermittlungsart gegenüber der Einnahmen-Überschuss-Rechnung regelmäßig aussagekräftiger.


Zuletzt aktualisiert am 25.09.2013 von Dorothee Bächle.

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